Vor einer Brust-OP stehen mindestens ein ausführliches Beratungsgespräch, Voruntersuchungen und eine Bedenkzeit. Etwa vier Wochen vorher sollten Sie mit dem Rauchen aufhören und blutverdünnende Medikamente nur nach ärztlicher Absprache pausieren. Die OP selbst dauert ein bis drei Stunden in Vollnarkose, danach folgen einige Stunden Überwachung oder eine Nacht in der Klinik.
Das Wichtigste in Kürze
- Ausführliche Beratung und Bedenkzeit
- 4 Wochen vorher nicht rauchen
- Medikamente nur nach Absprache pausieren
- Begleitung und Spezial-BH organisieren
Phase 1: Beratung
- Wünsche und Erwartungen besprechen
- Untersuchung, Maße von Brust und Brustkorb
- Bei Vergrößerung: Probe verschiedener Implantatgrößen, siehe Größe wählen
- Aufklärung über Narben, Risiken und Alternativen
- Schriftlicher Kostenvoranschlag
Phase 2: Vorbereitung (4 bis 2 Wochen vorher)
- Rauchstopp, Nikotin verschlechtert die Wundheilung deutlich
- Blutverdünner wie ASS, Nahrungsergänzung mit Fischöl oder Vitamin E nur nach Rücksprache pausieren
- Gegebenenfalls Ultraschall oder Mammografie
- Blutuntersuchung und Narkosegespräch
- Folgekostenversicherung abschließen
Phase 3: Der OP-Tag
- Nüchtern erscheinen, meist sechs Stunden ohne Essen
- Anzeichnen im Stehen
- OP in Vollnarkose, je nach Eingriff ein bis drei Stunden
- Überwachung im Aufwachraum, Spezial-BH wird angelegt
- Entlassung am selben Tag mit Begleitung oder nach einer Nacht
Checkliste zum Mitnehmen
Bequeme Kleidung mit Knöpfen oder Reißverschluss vorne, Medikamentenliste, Ausweis, Begleitperson für Heimweg und erste Nacht. Wie es danach weitergeht: Nach der Brust-OP.
Häufige Fragen
Wie lange vor der Brust-OP muss ich mit dem Rauchen aufhören?
Empfohlen sind mindestens vier Wochen vorher und bis zur abgeschlossenen Wundheilung danach.
Muss ich über Nacht in der Klinik bleiben?
Das hängt vom Eingriff ab. Brustvergrößerungen erfolgen oft ambulant, Verkleinerungen meist mit ein bis zwei Nächten.
Wie viele Beratungsgespräche sind sinnvoll?
Mindestens eines, besser zwei. Viele holen zusätzlich eine Zweitmeinung ein.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
- Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC)
Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: November 2026. So arbeitet unsere Redaktion